Barock

Kleine Tabelle für Generalbassbezeichnungen

- Concerto grosso (Beispiel Bach, Brand.Konzert Nr.2)

Anfänge der Oper

Bei Monteverdi's Orfeo zeigen sich gegenüber den ersten Versuchen der Florentiner Camerata entscheidende Neuerungen:

- Stile rappresentativo (statt "stile recitativo"), d.h. die Vortragsweise der Dialoge und Monologe verdichtet sich mittels affektischer Ausdrucksfiguren in Melodie und Harmonie zum bühnenmäßigen Darstellungsstil
- assoziationsreiche Erinnerungsmotive (Vorformen der Leitmotive)
- großer Anteil der musikalischen Nummern
- größere Orchesterbesetzung (40 Spieler, Streichquartett als Mittelpunkt)
Oberwelt: Streicher, Cembalo, Chitarrone (tiefe Laute), Orgel, Violone (Kontrabass)
Unterwelt: Holz- und Blechbläser (darunter gedämpfte Trompeten, 4 Posaunen, Regal)
- Packende Klangwirkungen der Streicher: Tremolo (erstmals in der Opernmusik), Pizzikati,...
- differenzierte Instrumentation; durch charakteristisches Klangkolorit Beziehung zur jeweiligen Szene
- 14 selbständige Orchesterstücke (Sinfonia, Ritornell, Toccata,...)
- wirksame Einbeziehung des Chores (kommentiert das Bühnengeschehen - antikes Vorbild)

- Passion (Beispiel Bach, Matthäus-Passion)

Klassik

- Mozarts wichtige Opern in Kürze
  1. 1767 - Bastien und Bastienne
  2. 1782 - Die Entführung aus dem Serail (in Deutsch: Mozart wollte die Menschen direkt ansprechen. Gesprochene Dialoge statt Rezitativ = Singspiel/schöne Melodien mit türkisch klingenden Effekten/spielt in einem Harem (!)/großartige Fluchtszenen)
  3. 1786 - Le nozze di Figaro (Stück von Beaumarchais/Verulkung der zeitgenöss.. Gesellschaft und Politik)
  4. 1787 - Don Giovanni (Frauenheld Don Giovanni wird am Ende von einer Statue für sein lasterhaftes Leben bestraft)
  5. 1790 - Cosi fan tutte (2 Ehemänner stellen die Treue ihrer Frauen verkleidet auf die Probe)
  6. 1791 - Die Zauberflöte (märchenhaftes Sujet mit dem Hintergrund des Freimaurertums. Tamino rettet die Tochter der Königin der Nacht und beide erlangen nach Prüfungen gemeinsames Glück)
Romantik
- Romantische Komponisten nach Beethoven

- Bruckners sinfonisches Schaffen
Anton Bruckner
Charakteristik: Bruckners historische Bedeutung von heute aus gesehen, liegt in seiner Synthese der musikalischen Mittel der beiden großen Zeitströmungen, des romantischen Realismus und des romantischen Klassizismus. Bruckner vollzog diese Verbindung mehr intuitiv als bewusst, ohne von seiner Zeit verstanden zu werden. Er sah zu seinen Lebzeiten seine Sinfonien nur vereinzelt aufgeführt und anerkannt. Er war von der Zustimmung oder Ablehnung der Öffentlichkeit unabhängig.
Die Eigenart der sinfonischen Musik Bruckners liegt in der Vereinigung etwas folgender Züge zu einem persönlichen sinfonischen Stil:
1. Unmittelbare Einflüsse Wagners auf Bruckners Thematik ("Naturmotive"), Harmonik (Chromatik, Enharmonik) und Instrumentation (Erweiterung des Sinfonieorchesters durch Aufnahme von acht Hörnern, vier davon alternierend mit vier Wagner-Tuben)
2. Klangvorstellung der Orgel in Stimmführung und Instrumentation
3. Anregungen durch Orgelimprovisationen im Dienste der katholischen Liturgie (Palestrinastil und Melodiebildungen nach Art von Gemeindeliedern)
4. Verbindung einer oft sinnenhaften Klanglichkeit mit religiöser Inbrunst
5. Einflüsse der österreichischen Volksmusik oft in Art Mozarts und besonders Schuberts
6. Starke Erweiterung der Formteile durch die Einfügung orgelartiger Steigerungen ohne thematische Entwicklung
7. Ausgesprochener Bekenntnischarakter der Musik mit der Schlusssteigerung im Finale.

Eine Eigentümlichkeit Bruckners ist die meist dreiteilige Anlage der Hauptsätze mit dreiteiliger Untergliederung der einzelnen Gruppen. Bruckners vielfach aus einer katholischen Religiosität inspirierte Musik kleidet sich stets in ein farbiges, sinnenfrohes Gewand. Ganz neuartig in der Geschichte der Sinfonie ist der Monumentalstil, der durch imposante Themen und äußere Häufung der Klangmittel (Blechbläsersätze) gekennzeichnet ist.

Moderne

- Arnold Schönberg

- Reihe/Krebs/Umkehrung/KU - Überlebender aus Warschau

- Entwicklungen im 19./20. Jahrhundert

Entwicklung im 19./20. Jahrhundert
Richard Wagner (1813-1883)
Um die diffizilen seelischen Kämpfe und Entwicklungen in der Oper "Tristan und Isolde" (1859) zu schildern, bediente sich Wagner der Chromatik in einem vorher nie dagewesenen Ausmaß. Die von früher gewohnten Dreiklänge, Kadenz, die "normale" Tonalität verlieren hier ihre Bedeutung. Sehnsucht, Angst, Verzweiflung werden mit einer fast erdrückenden Chromatik dargestellt, sodass unaufhörlich eine nervöse Spannung herrscht. Polytonalität ist zu erkennen, wie diese Oper eben als die Vorstufe zum Impressionismus gesehen werden muss. Einfluss auf Max Reger, Gustav Mahler, Arnold Schönberg u.a.
2 Gruppierungen proben den Aufstand, den Weg in die neue Freiheit. Kränkende Kritik und heftige Konzertskandale begleiten ihren Weg.
1) 2. Wiener Schule - Gruppe um Arnold Schönberg (1874-1951). Sie geht den Weg der Atonalität (= Loslösen von jeglichen tonalen Bezügen bspw. T - S - D)
2) Expressionismus Igor Strawinsky (1882-1971), Béla Bartók (1881-1945) und Paul Hindemith (1895-1963) schockieren mit einer Musik, die bis an die Grenzen des Möglichen geht. So wirddie Rhythmik aufgewertet, als hochdifferenzierte formgebende Komponente. Eine Reizwirkung besteht in der hämmernden Motorik. Sie gilt als Kennzeichen des technisierten Jahrhunderts. Die Tonalität löst sich auf in der Atonalität (s.o.). In der Dynamik gibt es Extreme vom Flüstern bis zum Schreien, vom pppp bis zum ffff. Traditionelle Formalgesetzlichkeiten werden aufgehoben und negiert.
Folge: Suche nach neuen Gesetzmäßigkeiten. (12-Ton-Musik)

- Die Sinfonie im 20. Jahrhundert

- Zwölftontechnik / Dodekaphonie
Kompositionsprinzipien der Zwölftonmethode
• Der Komponist bildet aus den 12 chromatischen Tönen eine Reihe. Kein Ton darf wiederkehren, bevor nicht die übrigen 11 erklungen sind.
• Die Reihe kann in der Originalgestalt (R), im Krebs (K), in der Umkehrung (U) und in der Umkehrung des Krebses (UK) verwendet werden (Modi).
• Die Modi können auf jeden Ton der chromatischen Tonleiter transponiert werden.
• Die einzelnen Töne können nach oben und unten oktavversetzt werden.
• Die Rhythmisierung der Reihe und ihrer Modi ist frei.


Epochenübergreifend
- Entwicklung der Instrumentalmusik - wird nachgereicht

- Original und Bearbeitung

Fachbegriffe zur Bearbeitungpraxis
Klavierauszug
Übertragung der wesentlichen musikalischen Vorgänge einer instrumentalen, vokalen oder gemischt vokalinstrumentalen Partitur auf das Klavier. (Er erleichtert das Kennenlernen und die Probenarbeit von Kantaten, Oratorien, Bühnenwerken und Sinfonien.)
Collage
(von griech."kolla" = Leim) Horizontale und/ oder vertikale Montage von (Klang-) Objekten, die ihren ursprünglichen musikalischen Sinnzusammenhang aufgeben und zu einer neuen, additiven Komposition zusammengefügt werden
Kontrafaktur
(von lat. >contrafacere< = ins Gegenteil verkehren) Unterlegung eines ursprünglich weltlichen liedes mit einem geistlichen Text oder umgekehrt. Die Liedweise selbst bleibt unangetastet.
Parodie
(von griech. >parodia< = Neben- oder Gegengesang)
a) Seit 1620 Textierung von Instrumentalsätzen oder Umdichtung von mehrstimmigen geistlichen Vokalwerken.
b) In der musikwissenschaftlichen Terminologie die Übernahme einer musikalischen Vorlage in ein anderes Werk. Die Vorlage, die sowohl eine ein- als auch eine mehrstimmige weltliche Komposition (Lied, Motette, Chanson, Madrigal) sein kann, wird in das neue geistliche Werk voll integriert. Besonders weit verbreitet war dieses Bearbeitungsverfahren in der >Parodiemesse< des 16.Jahrhunderts.
Arrangement
(von franz. und engl. >arrangement< = Anordnung, Einrichtung) Einrichten eines Musikstücks für eine andere Besetzung. Arrangements können durch äußere Umstände (zur Verfügung stehende Instrumentalisten oder Vokalisten; Salon- oder Kaffehausatmosphäre) oder durch die veränderte Klangvorstellung des Komponisten selbst (Umbesetzung eigener Werke bei BACH, BEETHOVEN, BRAHMS u.v.a.) bedingt sein.
Im Jazz. unterscheidet man zwischen
- >Head-Arrangement< (mündliche Absprache),
- ,Skeleton-Arrangement< (Festlegung von Rahmen-Chorussen) und
- >Partitur-Arrangement< bei Big-Bands, in denen alle Tutti- und background-Partien schriftlich fixiert sind.
Potpourri
(von franz. >pot pourri< = Fleisch-Gemüse-Ragout, heterogene Mischung) Folge beliebter Melodien aus Opern und Operetten oder anderen populären Gattungen, wie Walzern und Märschen. Typisch ist die bunte Mischung und lockere Reihung.
Choral- (oder c.f.-) Bearbeitung
a) Ursprünglich das »Schmücken, Paraphrasieren, Deuten« des gregorianischen Chorals. In diesem Sinne sind sowohl das textliche Tropieren als auch das mehrstimmige Fassen des Chorals im Organum und in der MACHAUT-Messe Choralbearbeitungen.
b) Instrumentale Choralbearbeitungen, vor allem für Orgel: früheste Beispiele seit Anfang des 15. Jahrhunderts. Seit etwa 1520 kann der c.f. sowohl gregorianischer Choral als auch protestantisches Kirchenlied sein. Innerhalb der Orgel-Choralbearbeitung unterscheidet man je nach Choralbehandlung mehrere Typen, wie >Orgelchoral<, >Choralvorspiel<, >Choralphantasie<, >Choralfuge<, >Choralpartita< u.a.
Transkription
(von lat. >transcriptio< = Umschrift, Übertragung) Der Begriff wurde durch FRANZ LISZT für seine Klavierübertragungen von Sinfonien, Opern, Liedern u.a. eingeführt. Grundsätzlich bedeutet er die Übertragung eines Werkes auf andere Instrumente.
Textierung
Eine Tonfolge mit Text versehen (vgl. oben: Kontrafaktur und Parodie).


- Entwicklung der Oper (17. - 20. Jht.)
- Weltmusik (Zusammenfassung)

Links für Übungen
Musiktheorie erklärt (auf deutsch) http://musicweb.hmt-hannover.de/ipmm/mth_content/frameset_mth.htm
Musiktheorie erklärt (auf englisch)
http://www.musictheory.net/index.html
Analyse Wohltemperiertes Klavier
http://jan.ucc.nau.edu/~tas3/wtc/wtc.html


Übung für die Klassenarbeit -
Musiktheorie Übung
Achtung, nicht zu früh klicken ;-) -
Musiktheorie Lösung